Genscher Prag Rede

Rede von Genscher Prag

Halbkreisbalkon im ersten Stock, von dem aus Genscher sprach. Genf und Prag - später wird es so aussehen, als wäre dieser Politiker für diese Aufführung geboren. Die FDP-Politikerin spricht über seine Rede auf dem Balkon der Prager Botschaft. Die Prager Balkonrede von Genscher war ein historischer und persönlicher Höhepunkt, als ihn die Nachricht von der Genscher-Rede erreichte.

Dieses Wort wird immer in unseren Köpfen sein.

Das waren wohl die bekanntesten Wörter, die Hans-Dietrich Genscher ( 89, FDP) je als Aussenminister vorgebracht hat. Monatelang diente die Prager Vertretung Tausender DDR-Bürger als Schutz. Abends kommt der ehemalige Bundesminister Hans-Dietrich Genscher. Gegen 18:58 Uhr verkündet er die weltbekannten Wörter vom Schlossbalkon aus und läutet damit den Beginn des Endes der damaligen Zeit ein.

Er fesselte in seiner klaren, ausgewogenen und ruhigen Weise und kommentierte bis ins letzte Jahr seines Lebens aktuelle politische Thematiken. Bei einem Festvortrag im Jahr 2003 zur Verleihung der Würde eines Ehrendoktors der Juristischen Fakultät der Leipziger Universität: "Europa ist unsere gemeinsame Zeit. Keine Nation ist so eng mit dem Geschick der Europäer verknüpft wie das Deutschtum, die Menschen mit den meisten Nachbarstaaten im Zentrum Europas".

Vor dem Hintergrund der stürmischen und oft lärmenden Diskussion um die europäische Flüchtlingkrise gelten heute wieder einmal folgende Worte: "Der gute Pilot ist an seiner stillen und nicht an seiner lauten Stimme zu erkennen. Zum Thema Medienfreiheit sagte Hans-Dietrich Genscher einmal: "Wenn ich mich für eine Zeitung oder eine Zeitung ohne Zeitung entschieden hätte, würde ich nicht scheuen, diese zu bevorzugen".

Genscher lobt im Sept. 2015 in einem Gespräch mit "Die Welt" die Fluechtlingspolitik von Frau Dr. med. Angela Merkel: " Das war eine grosse, bedeutende und gute Wahl.

Wir haben ihm als einzigem politischem Mann blindlings vertraut.

Der 60jährige Christ ist dem Jahrhundert-Politiker Hans-Dietrich Genscher zu verdanken. Dieses Urteil, das mit ohrenbetäubenden Anfeuerungsrufen ertönt. Dieses große Genscher-Theorem, das jetzt in allen Todesanzeigen wiedergegeben wird. Das war für den 60-Jährigen mehr als ein historisches Ereignis. Der ehemalige DDR-Bürger markiert den Abschied in eine neue Zeit.

"Genscher gab mir Freiräume und ein frisches Leben", sagt er heute, als er sich an die kleinen Gänsehautattacken auf dem Prager Botschaftsbalkon erinnert. Hier lagern die Bewohner mit anderen Menschen, bevor die erlösenden Nachrichten kommen. Bei der Ankunft der Einwohner im Monat Juli sind es nur 40 Personen, im Monat September bereits 150, die ihr Schicksal in der Gesandtschaft ausprobieren.

Wenn die Anzahl der Fluechtlinge in der föderalen Botschaft in der Kleinstadt Prag es erforderlich macht, eine gewisse "Klassensprecherin" zu benennen, dann waehlen die anderen christlichen Buerger als Sprecherin. In einem kleinen Schreibmaschinenbüro trifft er sich jeden Tag mit Mitarbeitern der Auslandsvertretung. Der gebürtige Münchner, gebürtiger und aufgewachsener Küchenchef aus Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz), betrachtet seine Ausreise in die damalige Zeit als seine letzte Möglichkeit.

Er kroch über die Grüngrenze in Oberwiesenthal und dann am zwanzigsten Tag des Jahres 1989 in einem Tarnkleid bei Dunkelheit und Schleier durch die Erzgebirge, hatte bereits zwei abgewiesene Auswanderungsanträge, einen gescheiterten Ausbruchsversuch und 15 Monaten in einem der berüchtigsten Justizvollzugsanstalten der Deutschen Demokratischen Republik, dem Gefängnis Kottbus, gehabt.

Die Freilassung von Bürgern erfolgte im Rahmen einer Haftamnestie für die politischen Häftlinge im Jahr 1987, doch nach seiner Freilassung hat sich sein Zustand nicht wirklich verbessert. "Im Autowerk engagieren sich die Menschen für eine Arbeitsmaßnahme." "Ich wußte von der Prag Botschaftskanzlei, daß dies Ihre einzige Möglichkeit war, hier rauszukommen!"

Dem waghalsigen Bestreben gelingt es: Die Bewohner nehmen einen Bus von der Erzgebirgsstadt nach Prag und fragen dort nach dem Weg zum Prachtgebäude der diplomatischen Vertretungen der Föderalismus. Dort lernt er den Botschafter Hans-Joachim Weber kennen, der für die DDR-Flüchtlinge verantwortlich ist, aber keine Einwände hat.

Die Einwohner bleiben trotzdem. Als Redner suchen die Bürgerinnen und Bürger einen Weg, sich bei anderen durchzusetzen. Er ordert am 29. 9. ein Megaphon bei ihm. "Können Sie es morgen abholen", sagt er. "Sie brauchen das Megaphon nicht mehr", sagt er. "Der Genscher kommt heute Mittag.

"Die Leute verstehen das nicht wirklich." "Dann sagte mir Webers, der Pfarrer sei ernsthaft erkrankt und würde sicher nicht für nichts nach Prag fahren. "Genscher hatte kurz vor seiner Prager Fahrt einen Herzanfall gehabt und das Spital auf eigene Faust verließ, um über das Los der Botschafterflüchtlinge am Rand der UNO-Generalversammlung in Neu Yorkshire zu sprechen.

Genscher kommt am 30. 9. 1989 um 18.30 Uhr in der Prager Gesandtschaft an und konsultiert Herrn Botsch. Als Genscher zu ihm sagt: "Wir haben es geschaffen, jeder darf mit. Genscher erscheint um 18:58 Uhr vor den 5.000 Männern und Müttern, die seit einigen Wochen in Unsicherheit sind und sich Sorgen machen, wie diese nervenaufreibende Party für ihre Zeit ausläuft.

Wenn ich es sage, heule ich noch heute", sagt er. Das lag auch an der Persönlichkeit Genscher, die in Halles Haus aufwuchs. "Genscher selbst bezeichnete den Augenblick als "den bewegendsten Augenblick meiner Politik arbeit" und stand jahrzehntelang in Verbindung mit "seinen Botschaftsflüchtlingen". "Bei Jubiläums-Veranstaltungen habe ich ihn immer wieder gesehen", sagt er.

"Die Nachrichten vom Tode des Jahrhundertpolitikers haben die Menschen zutiefst berührt." Die Tatsache, dass er es den Flüchtlingen der Botschaft ermöglichte zu gehen, war nur ein kleiner Teil von General Motors Erbe. "Doch für uns war dieser kleine Teil seiner Laufbahn eine ganze Welt." "Die Menschen wollen eine neue Zeit des Mitgefühls und der Humanität erleben, besonders jetzt, angesichts einer neuen Generation von Fremdenfeindlichkeit und Fremdenfeindlichkeit.

Das war Genscher klar."

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