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Bald keine Straßenmusik mehr in Prag?

Die Straßenmusik hat in ganz Tschechien, besonders in Prag, eine lange Tradition. Egal ob Gitarristen, Sänger oder sogar Menschen mit einem Akkordeon, jeder war willkommen und konnte die Passanten mit seiner Musik erfreuen. Wochenmarkt in PragDoch dies wird sich in der nächsten Zeit drastisch ändern, denn das Magistrat hat entschieden, dass in Zukunft keine "lauten" Instrumente mehr in der Öffentlichkeit bzw. auf der Straße gespielt werden dürfen.

Die am Donnerstag beschlossene Regelung verbietet ebenfalls Verstärker, welche für zahlreiche Musiker zum nötigen Equipment dazugehören. Ferner wurden unter Anderem Oboen, die aus Schottland bekannten Dudelsäcke sowie Trommeln in der Innenstadt gänzlich verboten. Ebenso wurden die Plätze mit einem generellen Spielverbot ausgeweitet. Hinzukommt auch noch, dass gewisse Instrumente, wie beispielsweise die Saxofone, ausschließlich mit einem Dämpfer gespielt werden dürfen.

Viele kritische Stimmen

Doch in Tschechien ist diese neue Verordnung sehr Karlsbrücke in Prag strittig zu sehen und es herrscht kein Konsens darüber. So wird die Aufzählung der verbotenen Instrumente stark kritisiert, da der Wortlaut "andere laute Instrumente" keinen genauen Hinweis darauf gibt, was noch erlaubt und was bereits verboten ist. Dies wird dadurch gestützt, dass ein jedes Instrument laut und leise gespielt werden könne, wie es die Gegner dieser Verordnung verlauten ließen. Doch nicht nur aus der Politik melden sich die Stimmen zur neuen Verordnung, sondern auch aus dem Musik-Geschäft. So äußerten sich die bekannten tschechischen Musiker, wie beispielsweise Laco Dezi und Vladimir Mišík, kritisch über das neue Verbot der Straßenmusik in den Straßen Prags.

Es lässt sich also festhalten, dass die Innenstadt Prags demnächst nur noch mit sehr wenigen Musikern gespickt ist.

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