Neue Galileo-Zentrale in Prag - nachprag.de

Neue Galileo-Zentrale in Prag

Artikel vom 28. September 2012

Prag ist seit dem 6. September das neue Zentrum für das Satellitensystem Galileo. Die letzten sechs Jahre befand sich die Zentrale in Brüssel. Die tschechische Hauptstadt soll in Zukunft als Koordinator der Aufgaben des Galileo-Programms auftreten. Das europäische Gemeinschaftsprojekt zu leiten bedeutet für das Land einen wirtschaftlichen Gewinn, da es Firmen zur Arbeit auf dem Gebiet der Weltraumtechnologie motiviert.Blick auf die Moldau

Vielseitige Anwendungsmöglichkeiten für Galileo

An der Konzeption und Umsetzung des europäischen Satellitennavigationssystems sind die Europäische Union und die ESA, die Europäische Weltraumorganisation, gleichermaßen beteiligt. Spätestens 2015 soll es in Betrieb gehen. Bisher befinden sich in der Umlaufbahn zwei Satelliten. Im Oktober kommen zwei weitere hinzu. Galileo funktioniert ähnlich dem US-amerikanischen GPS. Über die Satelliten liefert das Galileo-System Positionsdaten, die sich weltweit empfangen lassen. Neben der Nutzung für militärische Zwecke stehen mit Galileo viele weitere kommerzielle Nutzungsaspekte auf dem Plan.

Gründe für Prag als Zentrale

Elf weitere Staaten, darunter Frankreich und Deutschland, hatten sich für die Zentrale beworben. Der tschechische Regierungsbeauftragte für Galileo Karel Dobes erklärte den Erfolg Prags mit der Priorität, die das Projekt seit 2006 im Land gehabt habe. Nach dem Beitritt zur ESA hatte sich die tschechische Wirtschaft ohne Zögern an den Projekten der ESA beteiligt und die Industrie für einzelne Aufgaben gewonnen.

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Kommentare zum Artikel

Kinsaoru (17. 10. 2012, 19:16)
Finde es auch sinnvoll neue Projekte unter anderem in den Osten zu verlagern! Leider werden meines Wissens dort Angestellte zum Dumpingpreis - im Gegensatz zu Deutschland / Österreich - ausbezahlt. Um so mehr Betriebe und Unternehmen sich auch im Osten positionieren, um so schneller werden aber diese Löhne steigen. Nur so weiter!

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